„NMB Neues Museum Biel“ – Versionsunterschied

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{{Infobox Museum in der Schweiz
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Das '''NMB Neues Museum Biel – Kunst Geschichte Archäologie''' entstand 2012 mit der Zusammenlegung der beiden Museen Schwab und Neuhaus. Es ist ein [[Museum]] für Archäologie, Kunst, Industriegeschichte, Literatur, Film und Wohnkultur an der [[Schüss]]promenade in [[Biel/Bienne|Biel]], [[Schweiz]].
Das '''NMB Neues Museum Biel – Kunst Geschichte Archäologie''' entstand 2012 mit der Zusammenlegung der beiden Museen Schwab und Neuhaus. Es ist ein [[Museum]] für Archäologie, Kunst, Industriegeschichte, Literatur, Film und Wohnkultur an der [[Schüss]]promenade in [[Biel/Bienne|Biel]], [[Schweiz]].


== Museum Schwab (1873–2011) ==
== Museum Schwab (1873–2011) ==
{{Hauptartikel|Sammlung Schwab}}
[[Datei:Museum Schwab Biel 01 09.jpg|miniatur|Das Haus Schwab des NMB Neues Museum Biel]]
[[Datei:Museum Schwab Biel 01 09.jpg|miniatur|links|Das Haus Schwab des NMB Neues Museum Biel (2009)]]
1865 vermachte der Bieler Pfahlbauforscher und Sammler Friedrich Schwab (1803–1896) seine umfangreiche Sammlung, die neben archäologischen Fundstücken auch Waffen umfasste, als Legat der Stadt Biel. Die Schenkung nahm die Stadt Biel zum Anlass, ein Museum zu errichten. Nach Plänen des Architekten [[Friedrich Ludwig von Rütte]] (1829–1903) wurde 1871–1873 das Museum Schwab errichtet, dessen Rotunde an jene der alten Nationalbibliothek in Paris erinnert. Es war dies nach dem Musée Rath in Genf und dem Naturhistorischen Museum in Basel der dritte Museumszweckbau in der Schweiz. Anfänglich war das Museum Schwab ein Mehrspartenhaus, das neben Archäologie auch Kunst, historische Objekte und naturwissenschaftliche Präparate zeigte. Nach einer Reorganisation und einem Umbau wurde es 1947 als reines Archäologiemuseum wieder eröffnet. Die nicht-archäologischen Sammlungen wurden magaziniert. Trägerschaft des Museums war bis Ende 2011 die Stadt Biel.
1865 vermachte der Bieler Pfahlbauforscher und Sammler [[Friedrich Schwab (Antiquar)|Friedrich Schwab]] (1803–1869) seine umfangreiche Sammlung, die neben archäologischen Fundstücken auch Waffen umfasste, als Legat der Stadt Biel. Die Schenkung nahm die Stadt Biel zum Anlass, ein Museum zu errichten. Nach Plänen des Architekten [[Friedrich Ludwig von Rütte]] (1829–1903) wurde 1871–1873 das Museum Schwab errichtet, dessen Rotunde an jene der alten Nationalbibliothek in Paris erinnert. Es war dies nach dem [[Musée Rath]] in [[Genf]] und dem [[Naturhistorisches Museum Basel|Naturhistorischen Museum]] in [[Basel]] der dritte Museumszweckbau in der Schweiz. Anfänglich war das Museum Schwab ein Mehrspartenhaus, das neben Archäologie auch Kunst, historische Objekte und naturwissenschaftliche Präparate zeigte. Nach einer Reorganisation und einem Umbau wurde es 1947 als reines Archäologiemuseum wieder eröffnet. Die nicht-archäologischen Sammlungen wurden magaziniert. Trägerschaft des Museums war bis Ende 2011 die Stadt Biel.
[[Datei:La fenêtre archéologique de la région.JPG|miniatur|Das archäologisches Fenster der Region]]


== Museum Neuhaus (1985–2011) ==
== Museum Neuhaus (1985–2011) ==
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Das Museum Neuhaus nutzte die ehemaligen Hauptgebäude der Indienne-Manufaktur Verdan-Neuhaus (Gründung 1747, 1842 Schliessung). Die letzte Besitzerin der Liegenschaften Dora Neuhaus (1889–1975) vermachte diese einem zu gründenden Museum. 1983 eröffnete die Stiftung Sammlung Robert im ersten Obergeschoss des Westflügels das „Musée Robert“, das dem naturkundlichen Werk der Malerfamilie gewidmet war. 1985 wurde die restaurierte Fabrikantenwohnung im zweiten Stock als „Museum Neuhaus“ zugänglich gemacht. Von 1992 bis 1995 konnte die ganze Häuserzeile an der Schüsspromenade/Seevorstadt zu einem Mehrspartenmuseum umgebaut werden. Die Stiftung Sammlung Robert integrierte sich in den neuen Museumsbetrieb. Als Deposita der eidgenössischen [[Gottfried-Keller-Stiftung]] respektive der Stadt Biel wurden die Sammlung Karl und Robert Walser und die Cinécollection William Piasio in das Museum aufgenommen. Das vergrösserte Museum Neuhaus nahm Ende 1995 seinen Betrieb auf<ref>Bernhard Echte, Ingrid Ehrensperger-Katz, Pietro Scandola, William Piasio: ''Das Museum Neuhaus in Biel.'' (Schweizerische Kunstführer, Nr. 585). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1995.</ref>.
Das Museum Neuhaus nutzte die ehemaligen Hauptgebäude der [[Indienne]]-Manufaktur Verdan-Neuhaus (Gründung 1747, 1842 Schliessung). Die letzte Besitzerin der Liegenschaften, Dora Neuhaus (1889–1975), vermachte diese einem zu gründenden Museum. 1983 eröffnete die Stiftung Sammlung Robert im ersten Obergeschoss des Westflügels das „Musée Robert“, das dem naturkundlichen Werk der Malerfamilie gewidmet war. 1985 wurde die restaurierte Fabrikantenwohnung im zweiten Stock als „Museum Neuhaus“ zugänglich gemacht. Von 1992 bis 1995 konnte die ganze Häuserzeile an der Schüsspromenade/Seevorstadt zu einem Mehrspartenmuseum umgebaut werden. Die Stiftung Sammlung Robert integrierte sich in den neuen Museumsbetrieb. Als Deposita der eidgenössischen [[Gottfried-Keller-Stiftung]] respektive der Stadt Biel wurden die Sammlung [[Karl Walser|Karl]] und [[Robert Walser]] und die Cinécollection William Piasio in das Museum aufgenommen. Das vergrösserte Museum Neuhaus nahm Ende 1995 seinen Betrieb auf.<ref>Bernhard Echte, Ingrid Ehrensperger-Katz, Pietro Scandola, William Piasio: ''Das Museum Neuhaus in Biel.'' Schweizerische Kunstführer, Nr. 585. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 1995.</ref>
[[Datei:L'histoire industrielle de Bienne.JPG|miniatur|Biel/Bienne - Industriestadt]]

[[Datei:Le cinématographe des Frères Lumière.JPG|miniatur|Das Cinématographe von Auguste und Louis Lumière]]
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== NMB Neues Museum Biel (ab 2012) ==
== NMB Neues Museum Biel (ab 2012) ==
2001 setzte der Gemeinderat von Biel einen Reorganisationsprozess der Bieler Museumslandschaft in Gang. Das Resultat war 2012 die Zusammenlegung der beiden Museen Schwab und Neuhaus – unter Einbezug der Stiftung Sammlung Robert – zum „NMB Neues Museum Biel“. Das Mehrspartenhaus für Geschichte, Kunst und Archäologie basiert auf einer einheitlichen Verwaltung und Leitung. Es befindet sich an der Seevorstadt 52 unweit der Bieler Altstadt. Das Museum beherbergt sechs Dauerausstellungen: Das archäologische Fenster der Region, die Industriegeschichte der Stadt Biel, Bilder und Schriften der Maler und Dichter Karl und [[Robert Walser]] und der Malerfamilie Robert, die Sammlung von Gegenständen zu den Themen Fotografie und Film von William Piasio und als Wohnmuseum die restaurierte Wohnung der Stifterin Dora Neuhaus (1889–1975).
2001 setzte der Gemeinderat von Biel einen Reorganisationsprozess der Bieler Museumslandschaft in Gang. Das Resultat war 2012 die Zusammenlegung der beiden Museen Schwab und Neuhaus – unter Einbezug der Stiftung Sammlung Robert – zum „NMB Neues Museum Biel“. Das Mehrspartenhaus für Geschichte, Kunst und Archäologie basiert auf einer einheitlichen Verwaltung und Leitung. Es befindet sich an der Seevorstadt 52 unweit der Bieler Altstadt. Das Museum beherbergt sechs Dauerausstellungen: Das archäologische Fenster der Region, die Industriegeschichte der Stadt Biel, Bilder und Schriften der Maler und Dichter [[Karl Walser]] und [[Robert Walser]] und der Malerfamilie Robert, die Sammlung von Gegenständen zu den Themen Fotografie und Film von William Piasio und als Wohnmuseum die restaurierte Wohnung der Stifterin Dora Neuhaus (1889–1975).


Alle Ausstellungen werden auf deutsch und französisch dokumentiert. Zum Museum gehört auch ein Café mit Garten.
Alle Ausstellungen werden auf Deutsch und Französisch dokumentiert. Zum Museum gehört auch ein Café mit Garten.{{Absatz}}

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La fenêtre archéologique de la région.JPG|Archäologische Funde aus der Region
L'histoire industrielle de Bienne.JPG|Biel/Bienne - Industriestadt
Anna Haller - Plakat Biel-Leubringen-Bahn.jpg|Plakat von [[Anna Haller]]
Le cinématographe des Frères Lumière.JPG|Das [[Kinematograph|Cinématographe]] von Auguste und Louis Lumière
Salon de réception - l'habitat bourgeois au 19e siècle.JPG|Die bürgerliche Wohnkultur: Wohnung der Museumsstifterin Dora Neuhaus
Indiennedruck Druckstock.jpg|[[Indienne]]-Druck: Holzmodel für Handdruck mit Blumendessin, um 1900
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== Trägerschaft und Finanzierung ==
Für den Betrieb des NMB Neues Museum Biel haben die drei Finanzierungsträger Stadt Biel, der Kanton Bern und die Regionale Kulturkonferenz Biel mit der Stiftung Charles Neuhaus eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen, welche dem Museum eine wiederkehrende jährliche Subvention sichert (Verteilschlüssel: Stadt Biel 50 %, Kanton Bern 40 %, Regionale Kulturkonferenz Biel 10 %, Stand 2022). Für seinen Betrieb ist das Museum auch auf Eigeneinnahmen, Sponsoring und Unterstützungsbeiträge angewiesen.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.nmbiel.ch/index.php?lang=de&id=11 |titel=NMB – Organisation |abruf=2022-06-28}}</ref>

== Siehe auch ==
* [[Liste der Kulturgüter in Biel/Bienne (Neustadt)|Liste der Kulturgüter in Biel/Bienne / Neustadt]]


== Weblinks ==
== Weblinks ==
{{Commonscat|Museums in Biel/Bienne}}
{{Commonscat|NMB Neues Museum Biel / Nouveau Musée Bienne|NMB Neues Museum Biel}}
* [http://www.nmbiel.ch/ NMB Neues Museum Biel]
* [http://www.nmbiel.ch/ NMB Neues Museum Biel]
* [http://www.collection-robert.ch/ Stiftung Sammlung Robert]
* [http://www.collection-robert.ch/ Stiftung Sammlung Robert]
* [http://www.srf.ch/player/tv/kulturplatz/video/malerdynastie-aus-dem-jura?id=0914d4b5-eb8d-45b8-b99d-d21e629e27a0 Malerfamilie Robert auf SF1 kulturplatz]
* [https://www.srf.ch/play/tv/redirect/detail/0914d4b5-eb8d-45b8-b99d-d21e629e27a0 Malerfamilie Robert auf SF1 kulturplatz]
* [http://server-p004.hostpoint.ch/~museum2/museums.ch/onlinedb/site/index.php?content=museumsfuehrer&org_id=105&searchart=museum&searchorder=org_name&searchsort=ASC Museum Neuhaus im Museumspass]
* [http://www.museums.ch/onlinedb/site/index.php?content=museumsfuehrer&org_id=105&searchart=museum&searchorder=org_name&searchsort=ASC Neues Museum Biel im Museumspass]
* [http://server-p004.hostpoint.ch/~museum2/museums.ch/onlinedb/site/index.php?content=museumsfuehrer&org_id=106&searchart=museum&searchorder=org_name&searchsort=ASC Museum Schwab im Museumspass]
* [http://www.sgti.ch/uploads/media/In-Ku-30.pdf In-Ku Bulletin 30: Museum Neuhaus Biel BE] (PDF; 166&nbsp;kB)
* [http://www.sgti.ch/uploads/media/In-Ku-30.pdf In-Ku Bulletin 30: Museum Neuhaus Biel BE] (PDF; 166&nbsp;kB)


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[[Kategorie:Museum im Kanton Bern|Neuhaus]]
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[[Kategorie:Kulturgut von nationaler Bedeutung im Kanton Bern]]
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[[Kategorie:Gegründet 2012]]
[[Kategorie:Kultur (Biel/Bienne)]]

Aktuelle Version vom 10. Juli 2024, 19:11 Uhr

NMB Neues Museum Biel
Daten
Ort Seevorstadt 52 und Schüsspromenade 26
2501 Biel/Bienne
Schweiz
Art Mehrspartenhaus für Geschichte, Kunst und Archäologie
Architekt Friedrich Ludwig von Rütte (Haus Schwab) und andere
Eröffnung 1873 / 2012
Betreiber Stiftung Charles Neuhaus Biel
Leitung Bernadette Walter[1]
GLAM CH-000249
KGS 8544
Website nmbiel.ch

Das NMB Neues Museum Biel – Kunst Geschichte Archäologie entstand 2012 mit der Zusammenlegung der beiden Museen Schwab und Neuhaus. Es ist ein Museum für Archäologie, Kunst, Industriegeschichte, Literatur, Film und Wohnkultur an der Schüsspromenade in Biel, Schweiz.

Museum Schwab (1873–2011)

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Das Haus Schwab des NMB Neues Museum Biel (2009)

1865 vermachte der Bieler Pfahlbauforscher und Sammler Friedrich Schwab (1803–1869) seine umfangreiche Sammlung, die neben archäologischen Fundstücken auch Waffen umfasste, als Legat der Stadt Biel. Die Schenkung nahm die Stadt Biel zum Anlass, ein Museum zu errichten. Nach Plänen des Architekten Friedrich Ludwig von Rütte (1829–1903) wurde 1871–1873 das Museum Schwab errichtet, dessen Rotunde an jene der alten Nationalbibliothek in Paris erinnert. Es war dies nach dem Musée Rath in Genf und dem Naturhistorischen Museum in Basel der dritte Museumszweckbau in der Schweiz. Anfänglich war das Museum Schwab ein Mehrspartenhaus, das neben Archäologie auch Kunst, historische Objekte und naturwissenschaftliche Präparate zeigte. Nach einer Reorganisation und einem Umbau wurde es 1947 als reines Archäologiemuseum wieder eröffnet. Die nicht-archäologischen Sammlungen wurden magaziniert. Trägerschaft des Museums war bis Ende 2011 die Stadt Biel.

Museum Neuhaus (1985–2011)

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Das Haus Neuhaus des NMB Neues Museum Biel (2011)

Das Museum Neuhaus nutzte die ehemaligen Hauptgebäude der Indienne-Manufaktur Verdan-Neuhaus (Gründung 1747, 1842 Schliessung). Die letzte Besitzerin der Liegenschaften, Dora Neuhaus (1889–1975), vermachte diese einem zu gründenden Museum. 1983 eröffnete die Stiftung Sammlung Robert im ersten Obergeschoss des Westflügels das „Musée Robert“, das dem naturkundlichen Werk der Malerfamilie gewidmet war. 1985 wurde die restaurierte Fabrikantenwohnung im zweiten Stock als „Museum Neuhaus“ zugänglich gemacht. Von 1992 bis 1995 konnte die ganze Häuserzeile an der Schüsspromenade/Seevorstadt zu einem Mehrspartenmuseum umgebaut werden. Die Stiftung Sammlung Robert integrierte sich in den neuen Museumsbetrieb. Als Deposita der eidgenössischen Gottfried-Keller-Stiftung respektive der Stadt Biel wurden die Sammlung Karl und Robert Walser und die Cinécollection William Piasio in das Museum aufgenommen. Das vergrösserte Museum Neuhaus nahm Ende 1995 seinen Betrieb auf.[2]

NMB Neues Museum Biel (ab 2012)

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2001 setzte der Gemeinderat von Biel einen Reorganisationsprozess der Bieler Museumslandschaft in Gang. Das Resultat war 2012 die Zusammenlegung der beiden Museen Schwab und Neuhaus – unter Einbezug der Stiftung Sammlung Robert – zum „NMB Neues Museum Biel“. Das Mehrspartenhaus für Geschichte, Kunst und Archäologie basiert auf einer einheitlichen Verwaltung und Leitung. Es befindet sich an der Seevorstadt 52 unweit der Bieler Altstadt. Das Museum beherbergt sechs Dauerausstellungen: Das archäologische Fenster der Region, die Industriegeschichte der Stadt Biel, Bilder und Schriften der Maler und Dichter Karl Walser und Robert Walser und der Malerfamilie Robert, die Sammlung von Gegenständen zu den Themen Fotografie und Film von William Piasio und als Wohnmuseum die restaurierte Wohnung der Stifterin Dora Neuhaus (1889–1975).

Alle Ausstellungen werden auf Deutsch und Französisch dokumentiert. Zum Museum gehört auch ein Café mit Garten.

Trägerschaft und Finanzierung

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Für den Betrieb des NMB Neues Museum Biel haben die drei Finanzierungsträger Stadt Biel, der Kanton Bern und die Regionale Kulturkonferenz Biel mit der Stiftung Charles Neuhaus eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen, welche dem Museum eine wiederkehrende jährliche Subvention sichert (Verteilschlüssel: Stadt Biel 50 %, Kanton Bern 40 %, Regionale Kulturkonferenz Biel 10 %, Stand 2022). Für seinen Betrieb ist das Museum auch auf Eigeneinnahmen, Sponsoring und Unterstützungsbeiträge angewiesen.[3]

Commons: NMB Neues Museum Biel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Bernadette Walter wird neue Direktorin, Bieler Tagblatt, 30. Juni 2015
  2. Bernhard Echte, Ingrid Ehrensperger-Katz, Pietro Scandola, William Piasio: Das Museum Neuhaus in Biel. Schweizerische Kunstführer, Nr. 585. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 1995.
  3. NMB – Organisation. Abgerufen am 28. Juni 2022.

Koordinaten: 47° 8′ 20,1″ N, 7° 14′ 30,8″ O; CH1903: 585074 / 220900