Die Berlin-Brandenburgische Akademie feierte den siebzigsten Geburtstag des „Goethe-Wörterbuchs“ und dazu erschien ein schöner, langer, kenntnisreicher Artikel von Stephan Speicher auf der Literaturseite der „Süddeutschen“. (Das lustge Foto auf der Abbildung gehört nicht dazu, das ist Rollando Villazón mit seiner Quietscheente aus einem Bildband übe
r Tenöre – na gut). Das klingt erst mal alles sehr sehr trocken und akademisch, ist es auch, aber dann kommen ein paar Zahlenspielereien und die lassen den geneigten Leser schon staunen.
Goethes Wortschatz umfasst laut diesem Wörterbuch 93.000 Wörter, das sei der mit Abstand größte Individualwortschatz im deutschen Sprachraum. Aha. Zum Vergleich: Luthers Wortschatz soll 23.000 Wörter umfasst haben, Schiller und Shakespeare werden auf jeweil 30.000 taxiert. Alle drei würde man nicht gerade als sprachlich unversiert einstufen.
Goethes Wortschatz – und der Geburtstag des „Goethe-Wörterbuchs“ weiterlesen