Während Goethe mit dem „Werther“ schlüssig zusammengefaßt hatte, was schon an der Zeit war, und mit dem „Wilhelm Meister“ voll getroffen hatte, was gerade im Kommen war, war er mit den „Wahlverwandtschaften“ weit vorausgeeilt, und auch woandershin, nämlich in jene Romanweltliteratur. die dann erst von außen her, übersetzt, auch seine Landsleute einbeziehen würde: jene, für die er noch zu früh gekommen war, dieser – sonderbar für einen doch schon alternden Mann – so kühne Geist. Und am Ende dann noch dieses losgelöste freie Spiel mit den „Wanderjahren“.
Rolf Vollmann: Die wunderbaren Falschmünzer, Die andere Bibliothek, Band 1, Eichborn
Was für zwei wunderbare Bücher – seit zwanzig Jahren lese ich jetzt schon darin rum.




